Kriegszeit-Erlebnisse Tagebuch I (für Kriegsteilnehmer) Kriegszeit-Kriegs -Tagebuch des eingetreten am Mobilmacliungstage dem August 1914 Geb. am 18 zu PERSONALIEN: Finder dieses Buches bitte um Nachricht an meine Angehörigen: Nachdruck verbotenArmeekorps Führer: Division: Brigade: Führer: Regiment: Eskadron: Führer: Bataillon: Batterie: Führer: Kompagnie: Führer: Kolonne: . - Führer:Kriegs=Kalender beginnend mit dem ersten Mobilmachungstage. 1914. September Oktober s 6 13 20 27 S 4 11 18 25 M 7 14 21.28 M 5 12 19 26 D 1 8 15 22 29 D 6 13 20 27 M 2 9 16 23 30 M 7 14 21 28 D 3 10 17 24 D 1 8 15 22 29 F 4 11 18 25 F 2 9 16 23 30 S 5 12 19 26 S 3 10 17 24 31 November Dezember S 1 8 15 22 29 S 6 13 20 27 M 2 9 16 23 30 M 7 14 21 28 D 3 10 17 24 D 1 8 15 22 29 M 4 11 18 25 M 2 9 16 23 30 D 5 12 19 26 D 3 10 17 24 31 F 6 13 20 27 F 4 11 18 25 S 7 14 21 28 S 5 12 19 26 August S 2 9 16 23 30 M 3 10 17 24 31 D 4 11 18 25 M 5 12 !9 26 D 6 13 20 27 F 7 14 21 28 S 8 15 22 29 1914.Mitgekämpfte Gefechte: Am 1914 gegen - Am ...1914 gegen Am 1914 gegen Am 1914 gegen Am 1914 gegen Am 1914 gegen Am 1914 gegen o oTeilnahme an Schlachten. Am 1914 Schlacht bei. Am 1914 Schlacht bei Am 1914 Schlacht bei. Am 1914 Schiacht bei Am 1914 Schlacht bei. Am 1914 Schlacht bei Am 1914 Schlacht beiDas £te£> £>er Deutfd?ert. ITteloötc: „3d? tili ein prcuge." 3d) bin ein Deutfcfyer, öarf mit Sfol5 es fagen, Xcennt mir öas Dolf, öas tjöber ftefyt als mir! Den ^einöen, 6ie uns anjugreifen toagen, Uns unterfdjäljen polier £jajj unö <5ier, Den'n toeröen toir betoeifen, Qa$ toir oon Stafyl unö (Eifen, Unö öa§, toemt 5efyn audi gegen uns oereint, IDir öennodj nieöertoerfen jeöen ^einö. :,: IDie gerne toollfen toir in (Eintragt leben, 2Ttit allen Dölfern auf öern (Eröenrunö, leidet too Ilten toir naefy UTadjt unö f)errfd)aft ftreben, Des Deutfdjen (Seift ift grof, öod) nicfjt fein UEunö. Stets toaren toir befdjeiöen, Um alles ju oermeiöen, £Das uns mit anöern Dölfern fonnt' ent3toei'n, 3n Hutj' unö ^rieben wollten toir geöeify'n. :,: XDir fjaben manches fcfyon öafyin gegeben, Zcur nidjt öie <££jr', um alles in öer DDelt! Dod} fann ber Befte nidjt in ^rieben leben, IDenn es öen böfen Hadjbarn nidjt gefällt. Da fte um nichts uns grollen, Unö es nidjt anöers toollen, So ftetjn toir Deutfdje Utann für 2T£amt oereint. Unö gefeit toöesmutig auf öen ^einö. Unö toenn öie ^einöe glorreid) iibertounöen, Unö öann ju (£nöe ift der blut'ge Krieg, IDenn alle ©egner unfre ZHacfyt empfunöen, Unö toir öann jubeln über unfern Sieg, Dann fönnen frolj toir fingen: „IDir finö nicfyt ju bejtoingenl" Drum ftimmet alle freuöig mit mir ein: „3d) bin ein Deutfdjer, toill ein Deutfd;er fein! :,: fingen Claasseti.Dßittfd?' ©efterreicfytfcfyes Derbrüberungslieb. (JTtelobie: I>ciitfd;[anb, Deutfcfjlaub über alles.) Deutfd)tanö=(Deft'rrcid) über alles, lieber alles auf der IDelt, IDenn der Cfdjedje unö 6er Deutfd]e Brüöerltcb 3ufammenfyält, Ungarn, Polen unö Kroaten, Stefjn mit uns nereint im $elö, Deutfd)Ianö=©eft'rreid) über alles, Heber alles auf der IDelt! Kleine ^efyöen ftnö nergeffen, (ßrofes traben toir im Sinn, IDabre ^einöe 311 beftegen, <5iel?en tfir 511m Kriege fyin. Unö der Ungar, tnie der Cfcfyedje, Kämpfen jeöer trie ein £jelö; Deutfd}Ianö=®eft'rreidj über alles, lieber alles auf der IDelt! Sinö nid}t alle einer ^unge, <£ines Sinnes finö toir öod), IDeröen nie öie Hacfen beugen, Unter Itlosforoiters 3 0C ^/ 21'len ftetjt uns fyodj öie ^reiljeit, l)öfyer nod} als (J5ut unö (Selö. Deuifd}Ianö=(Deft'rreid7 über alles, Heber alles in der IDelt. (Eugen Clnassen.± Zurechifinden mittels der Uhr. Die Taschenuhr bietet ein gutes Mittel zum Zurechtfinden. Hält man die Uhr gerade so, dass der kleine Zeiger in Richtung der Sonne zeigt, so liegt Süden genau in der Mitte der Strecke zwischen dem kleinem Zeiger und der XII. Zurechtfinden nach der Sonne. Auch die Sonne dient zum Zurechtfinden (siehe Abbildung). Die Sonne steht morgens 6 Uhr im Osten, mittags 12 Uhr im Süden, abends 6 Uhr im Westen und mitternachts 12 Uhr im Norden. 12 Uhr mitternachts Norden Westen < 6 Uhr abds. 2> Osten 6 Uhr früh. Süden 12 Uhr mittags.T ages -Ereignisse.den. 1914den. 1914den 1914den 1914den .1914den 1914den 1914Dep wählte „innere Feind"! ntel.: 2luf il;r Stüber, laßt uns wallen. 3e£t im reichert ^abiteufcfymucfe Prangt 6ic Kaiferftaöt Berlin. :,: IDoIIt 3l?r fefyn bie meiffen ^afynen, XlTüft 3^r nad? öen Strafen jiel^n. :,: JDo öie flehten £eute tuofynen, Dt? man tnnern ^einö genannt, Die als ^reunöe fid? ertoeifen 3e^t öem teuren Daterlanö! ^reunöe lernt man ftets nur fennen 3n der ITot, roie allbefannt, 2Iber ebenfo öie ^etnöe, Die man tpirflidj tjat im £anö Das finö alle jene £eute, Die ju Kaifer ftetjn unö Heidj, — tDenn es nur fein (Selb fte foftet, Sonft entfliegt öie £ieb fogleid). Das finö jene, öie ftatt 0pfer Bringen öar für Ketd? unö i}eer, Suchen ifyr ©efdjäft 5U machen Durd) öen Krieg nur öefto meljr. Die öen Krieg jum Porvcanö nehmen,. Um 5U fdjröpfen 3 un 9 unö 2tlt, Die mit IDobltun fi cb gern brüften Unö es absiefyn com (Sefyalt.Dodj 6as Polf, 6as nidjt mit pfyrafen Hm fidj roirft rem ©)ron un6 Heid), XDar ju opfern <5ut un6 Gebert IDiUtg, in ©efafyr, fogteid;. ,,Daterlan6sIofe ©efeilen" fjat 6er Kaifcr fte genannt, fjeute toeif er, fo tote jeöer, Dag er arg fie fyat rerfannt. lltandjes tuirö jeijt anöers teeröen XDenn 6er Krieg 511 (£n6e ift. Sidjer ift, 6aj| Kaifer IDiltjelm ttidjt fein treues Dolf »ergibt. Sicher teirb er ifym belohnen Seine Sieb' 511m Daterlan6, (ßlüc! un6 ^reitjeit itjm erhalten, ^üfyren es mit mi!6er f}an6. €ugcit Claassen.(Dor der ^ertfur.) 2tuf, fämpf mit Deinem Slute ttüfyn für Pein IHenfdjenredjl £a§ ab Dicfy fyinjuopfern ;£ür ^ar unö Cfyron als Knedjt! Dir tmnft als Sohn Perbannung, ZTCit eif'gem 2tngefid?t, Unö poIt5ei unö Knute Des £)errfdiers Danf Dir fpricfyt. (Ixad; der ^enfur): ituf, fämpf mit öeinem Blute, ^ür «gar unö Cfyron unö KnutelDie Osfseeppoüin^en. Ittel.: IDotjIauf, Kamerabett, aufs pferö. Sie Balten, öies fyerrlidje, öeutfcfjc Dolf, Scufsen unter Huflanös Knute. tDofylauf, tapfere Deutfcfye, befreiet fie, Sie firtb pon unferm Blute. (Eine Sdjanöe fiir uns alle tocir' es 6od), XDfir&en ftenidjt meljr frei r>on £>em ruffifd}en3odj. JDie lange fcfyon fyat Huflanö 5U f nebeln [getcagt 3fyre öeutfdje Sitte unö Sprache. Sie oerfolgt mit blinöem i}affe bis aufs Blut, Das erfordert fernere 2Jad)e! Bringt öen blut'gen ZITosfoniter auf öen SErab, Itnö netjmt ifym öie ©ftfeeproüinsen ab! XDenn öie ruffifcfyen £)oröen bejnmngen ftnö, Dann öenfet 6er Deutfdjen Brüöer! Daf fte, öie fo lange uns entfremöet roar'n, Kehren freuöig 511 uns uneöer. Unö madjet öen ruffifdjen Bären Hein, Unfer Datevlanö muf größer fein ! £ngcn (Oaassert.Tages=Ereignisse28. Juni: Ermordung des Öster. Thronfolgers Franz Ferdinand und Gemahlin. 23. Juli: Überreichung der Öster. Note an Serbien. 28. Juli: Österreichs Teil-Mobilisierung und Kriegserklärung an Serbien. 30. Juli: Rußlands Mobilisierung. 31. Juli: Deutschlands Ultimatum an Rußland und Frankreich. Holland und Belgien mobilisieren. August 1. Aug.: Anordn. d. deutsch. Mobilmachung „ „ französ. „ Russische Truppen überschreiten die deutschen Grenzen, hierdurch beginnt Russland den Krieg mit Deutschland. 2. Aug.: Erster Mobilmachungstag. Beset zung von Luxemburg. Beschießung von Libau. Morgens eröffnet Frankreich die Feindseligkeiten gegen Deutschland. - Schweden und Norwegen erklären ihre Neutralität. 3. Aug.: Grenzüberschreitung. Kaiisch besetzt. 4. Aug.: Eröffnung des Reichstages; einstim mige, begeisterte Annahme aller Kriegs- Vorlagen. Kriegserklärung Englands. 5. Aug.: Russische Niederlage bei Soldau. Erneuerung des Eisernen Kreuzes. 6. Aug.: Aufruf des Kaisers an das Deutsche Volk. 7. Aug.: Eroberung von Lüttich.8. Aug.: Der englische Kreuzer „Amphion" wird von der „Luise" vernichtet. 9. Aug.: Sieg bei Bialla. 10. Aug.: Siegreiche Schlacht bei Mülhausen. 11. Aug.: Siegreiche Schlacht bei Lagarde (erste Fahne erobert.) 14. Aug.: Eroberung von Schabatz durch die Österreicher. 16. Aug.: Österreichischer Sieg a. d. Drina. 17. Aug.: Sieg bei Stallupönen (3000 Gef.) Mlawa besetzt. 19. Aug.: Sieg bei Weiler. 20. Aug.: Brüssel besetzt. Sieg bei Tirlemont. Englisches Unterseeboot vernichtet. 21. Aug.: Sieg des bayerischen Kronprinzen bei Metz. (üb. 10,000 Gef. 200 Gesch. erob. 22. Aug.: Sieg des Deutschen Kronprinzen bei Longwy. 23. Aug.: Sieg des Herzogs Albrecht von Württemberg bei Neufchateau. 24. Aug.: Luneville besetzt. 25. Aug.: Namur gefallen. 26. Aug.: Deutsche Verwaltung in Belgien eingesetzt. Großer österr. Sieg bei Krasnik. Longwy besetzt. Engl. Kavallerie b. Maubeuge geschl. 27. Aug.: Ausfall aus Antwerpen zurück - geschlagen. Zeppelin hilft. Neun Tage nach Beendigung seines Aufmarsches ist das deutsche West heer unter fortgesetzten siegreichen Kämpfen in französisches Gebiet vonCambrai bis zu den Südvogesen einge drungen. 8 französische Armeekorps sind geschlagen, der Feind befindet sich in vollem Rückzüge. Das franzö sische Armeekorps wird umgebildet. Die englische Armee wurde bei Maubeuge durch Generaloberst von Kluck's Armee geworfen und unter Umfassung südwestlich von Maubeuge vereint angegriffen. Die Armeen des Generalobersten von Bülow und des Generalobersten Freiherrn von Hausen haben etwa 8 Armeekorpsfranzösischer und belgischer Truppen zwischen Sam- bre, Namur und Maas in mehrtägigem Kampfe vollständig geschlagen und ver folgt. Namur ist nach zweitägiger Be- schiessung gefallen, Angriff auf Mau beuge ist eingeleitet. Die Armee des Herzogs Albrecht von Württemberg hat den geschlagenen Feind über den Sa- mois verfolgt und die Maas überschritten. Die Armee des Deutschen Kronprinzen • hat die befestigte Stellung des Feindes vorwärts Longwy genommen und einen starken Angriff aus Verdun abgewiesen. Sie befindet sich im Vorgehen gegen die Maas. Longwy ist gefallen. Die Armee des Kronprinzen von Bayern ist bei der Verfolgung in Lothringen von neuen feindlichen Kräften aus der Position von Nancy und aus südlicher Richtung angegriffen worden. Sie hatden Angriff zurückgewiesen. Die Armee des Generalobersten von Heeringen setzt die Verfolgung in den Vogesen nach Süden fort. Das Elsass ist vom Feinde geräumt. Von Antwerpen haben 4 belgische Divisionen gestern und vor gestern einen Angriff gegen unsere Ver bindungen in Richtung Brüssel gemacht. Die zur Abschliessung von Antwerpen zurückgelassenen Kräfte haben diese belgischen Truppen geschlagen, wobei viele Gefangene gemacht und Geschütze erbeutet wurden. Die belgische Be völkerung hat sich fast überall an den Kämpfen beteiligt, daher sind strenge Massnahmen zur Unterdrückung des Franktireur- und Bandenwesens ange wendet worden. Die Sicherung der Etappenlinien rnusste bisher den Armeen überlassen bleiben, da diese aber für den weiteren Vormarsch die zu diesem Zwecke zurückgelassenen Truppen not wendig in der Front brauchen, hat Se. Maj. die Mobilmachung des Landsturms befohlen. Der Landsturm wird zur Sicherung der Etappenlinie und zur Besetzung von Belgien herangezogen werden. Dieses unter deutsche Ver waltung tretende Land soll für Heeres- bediirfnisse aller Art ausgenutzt werden, um das Heimatsgebiet zu entlasten. 28. Aug.: Englische Armee bei St. Quentin völlig geschlagen.28./29. Aug.: Die in Hamburg aufgestellten Landwehr-Bataillone schlagen sich trotz schwerer Verluste ganz hervorragend und tragen wesentlich zum Erfolge des Sturmes auf die Höhen bei Hohenstein und damit zum Erfolge der ganzen Armee bei. 29. Aug.: Seegefecht bei Helgoland. Siegreiche Schlacht bei Orteisburg u. Tannenberg (90,000 Russen gef.) 31. Aug.: Montmedy erobert. September. 1. Sept.: Erster deutscher Flieger über Paris. 10 französ. Armeekorps zu Verdun und Reims geschlagen (der Kaiser bei den Truppen.) Vollständiger Sieg der Österreicher bei Zamsk-Tyszowcze (160 Gesch. erb.) Zweite Feste Givet gefallen. 3. Sept.: Flucht der französischen Regierung nach Bordeaux. Sperrforts Hirson, Les Ayvelles, Conde, La Fere, Laon gefallen. 4. Sept.: Amiens und Reims gefallen. 7. Sept.: Bei dem Versuch, östlich Mitro- witza in unser Gebiet einzubrechen, wurden 5000 Serben gefangen genom men. 8. Sept.: Nach einem siegreichen Gefecht nahm unsere schlesische Landwehr 17 Offiziere und 1000 Mann vom russischen Gardekorps gefangen.Maubeuge gefallen (40,000 Ge fangene). 9. Sept.: Gefecht vor Paris (50 Geschütze und mehrere Tausend Gefangene er beutet). 10. Sept.: Der Deutsche Kronprinz nimmt mit seiner Armee die befestigte Stellung süd westlich von Verdun. General von Hindenburg schlägt den linken Flügel der noch in Ost- preussen befindlichen russischen Armee. 11. Sept.: Das 22. russische Armeekorps (Finn land) wird bei Lyk geschlagen. 12. Sept.: Die Armee des General-Obersten von Hindenburg schlägt die russische Armee in Ostpreussen, der Rückzug der Russen ist zur Flucht geworden. Die russische Grenze ist von uns über schritten und 10,000 unverwundete Ge fangene, etwa 80 Geschütze, ausser dem Maschinen-Gewehre, Flugzeuge, Fahrzeuge aller Art erbeutet. Die Kriegs beute steigert sich fortgesetzt. 13. Sept.: Der Ausfall aus Antwerpen, den drei belgische Divisionen unternahmen, ist zurückgeworfen worden. Die Lage in Ostpreussen ist hervor ragend gut. Die Russen haben etwa 30,000 unverwundete Gefangene und viele Geschütze verloren und fliehen in voller Auflösung.Der Feind wird nach fünftägigem hartem Ringen in der Schlacht bei Lem berg zurückgedrängt, 10,000 Gefangene und zahlreiche Geschütze wurden er beutet. Vormittags wird S. M. kleiner Kreu zer „Heia" durch einen Torpedoschuss eines feindlichen Unterseebootes zum Sinken gebracht, fast die gesamte Be satzung ist gerettet. 14. Sept.: Ein von den Franzosen versuchter Durchbruch wird siegreich zurückge schlagen. Das Gouvernement Suwalki wurde unter deutsche Verwaltung ge stellt. Das 2., 3., 4., 20. Armeekorps und die 3. und 4. Reserve-Division und 5 Kavallerie-Divisionen der Wilnaer Armee werden an denMasurischen Seen und durch die sich daran anschliessende Verfolgung vollständig geschlagen. 16. Sept.: Die Oesterreicher vernichteten 8000 Serben bei Pancsowa. 17. Sept.: Nach kurzem Kampf werden Gra- jewo und Szczuczyn von uns genommen und die 4. finnländische Schützenbri gade bei Augustow geschlagen. Die Oesterreicher Hessen die etwa 15,000 Mann betragende Armee zwei Brücken bauen und die Save an einer seichten Stelle durchwaten, dann wurde die Rückzugslinie abgeschnitten. Der serbische Angriff endete mit einer furchtbaren Niederlage, Tausende vonSerben wurden gefangen genommen, über 3000 fielen. Die innere Lage Serbiens ist ver zweifelt. Ihre bisherigen Verluste ge ben sie auf 25,000 Mann an. Schreck lich ist der im*Lande herrschende Hunger. 18. Sept.: Das französische 13. und 14.Armee korps und Teile einer weiteren Division sind gestern südlich Noyon entscheidend geschlagen und verloren mehrere Batte- rieen, feindliche Angriffe zusammenge brochen, ebenso ein Vorgehen franzö sischer Alpenjäger am Vogesenkamm im Breuchtal zurückgewiesen. Bei Er oberung des Chäteau Brimont bei Reims sind 2500 Gefangene gemacht worden, auch wurden viele Geschütze erobert. Wie zu erwarten, besetzten die Eng länder den Sitz des Gouvernements von Deutsch-Neu-Guinea, Rabaul. Deutscher Kreuzer „Emden" nahm am 5. September im Golf von Bengalen 6 englische Schiffe und versenkte 5 der selben. 20. Sept.: Deutscher Kreuzer „Königsberg" zerstörte bei Daressalam den englischen Kreuzer „Pegasus". Der Erfolg der Zeichnungen auf die Kriegsanleihen übersteigt alle Er wartungen 2y 2 Milliarden Mark Reichs anleihe und über 1 Milliarde Mark Schatzanweisungen wurden gestern ge-zeichnet, der Gesamtbetrag ist heute bereits auf 4,20 Milliarden Mark ange wachsen. 22. Sept.: 3 englische Panzerkreuzer wurden durch das deutsche Unterseeboot ,,U 9" in den Grund gebohrt. 28. Sept.: Die Belagerungs-Artillerie hat ge gen einen Teil der Forts von Antwerpen das Feuer eröffnet. Ein Vorstoss bel gischer Kräfte gegen die Einschliessungs- linie ist zurückgewiesen. Gegen die Festung Ossowiec trat gestern schwere Artillerie in Kampf. 29. Sept.: Im Osten scheiterten russische Vorstösse, die gegen das Gouvernement Suwalki über den Njemen erfolgten, 30. Sept.: Die im Angriff gegen die Maas forts stehende Armee schlug erneute französische Vorstösse aus Verdun und Toul zurück. Oktober. 1. Oktober: Feindliche französische Kräfte, welche nördlich und südlich von Albert gegen uns vorgingen und deren Zahl weit überlegen war, wurden zurück geschlagen und erhielten bedeutende Verluste. Vor Antwerpen sind zwei der unter Feuer genommenen Forts zerstört. Die feindlichen Angriffe in den mittleren Vogesen Elsass-Lothringens wurden kräftig zurückgeworfen.■ Dem Inhaber dieses Buches werden die weiteren Tagesberichte von der Buchdruckerei „Aaba", Expressdruckerei des Westens Berlin W., Grossgörschenstr. 41 unentgeltlich geliefert.den 1914den 1914den 1914den 1914den .1914den 1914den 1914den ...1914Adressen von Verwandten.Die Befefyruncj. lUeloöic: 3 ln Krug jum grünen Krattje. IDie toar feit pielen 3 a ^? ren Der Deutfdje öod) beftrebt, Des £anöes Hufym 511 fcbntäkm, 3n öem er lebt unö webt. Stets batte er ju taöeln, Stets fanö er guten ©runö, gu fingen unö 511 fritteln, Unö nie fd)u?ieg ftill fein ZHunö. ITfancfy fleineres Icatiöndjen, 3ft ftoljer roofyl als er, Den Kopf redjt fyod) 5U tragen, ^iel ftets öem Hcidiel fdjroer. Docfy je|t mit einem IHale, Da anöert ftcfy öas Ding, Sd)tr>app! fliegt öas f^aupt jur f)öE)e, Das auf der Bruft ifym fying. (Ein ftolser Huf erbittert Durchs ganje Deutfdje Heid): „£Der auf öem ganjen (£röbalt, IDer tüts uns Deutfdjen gleid)?" Unö icas der braue Deutfdje Solange faum gefannt, (£r fyat's in reichem ZHafe, Die Sieb 511m Paterlanö. Unö alle fteljen mutig, Bis auf öen legten ZTTann, 21ns Daterlanö, ans teure, Schlieft fid) je£t jeöer an. (Eugen Ciaassen.Adressen von Freunden etc.Das fceutfcfye £?eer ift urtfer Stol^. (tftelobie: Jim Bimmen ror bem üore.) (Es tjat 6er öeutfcfye Harne IüoI)I einen guten "Klang; Befannt ift 6eutfd?e Creue, Berühmt ift beutfctjer Sang. Berühmt r>or allen Dingen 3ft Deutfd)Ian6s ITÜadjt un6 IDefyr— 2tm l)ödEjften 6rum 51t pfeifen jf* wnfcr 6eutfdjes i)eer. Zcidjt roagte 6er ^ranjofe, Un6 nidjt 6er 2?uff' allein, ZTTit Deutfdjlanö anzufangen, <£s mußten viele fein. Japaner, Belgier, Briten, Die Serben, un6 nodj me^r, 21m I)öd)ften örum 511 preifen 3ft unfer 6eutfdjes f)eer. IDofjI tjat der braue Kaifer (Sar reölid] fidj beftrebt, Den ^rieben 5U erhalten, ^ür 6en er ftcfs gelebt. ^alfd) ftn6 der ^ein6e f^er^en, Sie laufdjten nidjt der Stefyr' — 2tm Ijödjften örum 51t preifen 3f* unfer 6eutfd)es i}eer. 3ei?t geigt fidj öeutfdje (Treue So fyerrlid), tuie nod? nie. ^iir's Daterlan6 6a leben Un6 fterben frcu6ig fie, 3e£t trifft 6er 6eutfd;e Degen Die ,fein6e freuj un6 quer — tjödjften 6rum 511 preifen 3f* unfer öeutfcfjes £jeer. (Eugen (Oaasseit.Feldpostsendungen. Portofrei werden in Privat = Angelegenheiten der Angehörigen des Heeres und der Marine befördert: a) gewöhnliche Briefe bis 50 Gramm einschliesslich, b) Postkarten, c) Geldbriefe bis 50 Gramm einschliesslich, mit Wert angabe bis zu 150 Mark einschliesslich, d) Postanweisungen vom Feldheere nach der Heimat. Frankiert müssen nachstehend aufgeführte Feld* Postsendungen werden wie folgt: a) gewöhnliche Briefe im Gewicht von mehr als 50 Gramm bis 250: 20 Pfg., b) Geldbriefe bis zu 150 Mark Wertangabe, schwerer als 50 Gramm bis 250: 20 Pfg., Geldbriefe (ohne Gewichtsunterschied): über 150 Mark bis 300 Mark .... 20 Pfg. „ 300 „ „ 1500 Mark ... 40 Pfg. c) Postanweisungen an die An gehörigen des Feldheeres bis M. 100: 10 Pfg. Portopflichtige, unfrankierte Sendungen aus der Heimat werden nicht befördert, sondern als un bestellbar behandelt. Bei Briefsendungen erforderlich: Angabe des Armeekorps, der Division, Regiment Nr. , Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, Kolonne. Die Angabe eines Bestimmungsortes ist nicht erforderlich, sofern der Empfänger zu den Truppen gehört, die infolge der Marschbewegungen den Standort wechseln. Angabe des Absenders ist stets empfehlenswert. Pakete müssen frankiert und mit der Aufschrift „Soldaten- Paket, eigene Angelegenheit des Empfängers" versehen sein. Bis 3 kg 30 Pf. Porto. Unfrankierte Sendungen aus der Heimat werden nicht befördert.fik lS Wertbereßliiiung ausländ. Geldes. Belgien: 1 Franc = 100 Centimes . gl. M. 0,80 Dänemark: 1 Krone = 100 Oere . gl. M. 1,12 Deutsch-Ostafrika: Handelsmünze der deutsch-ostafrik. Gesellschaft: 1 Rupie England: 1 Pfund Sterling, Pound oder gl. M. 1,10 Livre-Sterling = 20 Shilling ä 12 Pence 1 Shilling 1 Penny = 4 Farthings . . 1 Sovereign = • 1 Pfd Sterling 1 australischer Sovereign . Finnland: 1 Markka gl. M gl. M. gl. M. gl. M. gl. M. = 100 Pennia gl. M. 100 Centimes gl. M. gl. M. 100 Sen gl. M. gl. M. gl. M. gl. M. gl. M. Frankreich: 1 Franc = 20 Francs. Gold, ca. 100 Francs, Note, ca. Japan: 1 Yen, Gold 1 Yen, Silber Italien: 1 Lire =100 Centimes 20 Lirestücke, Gold .... Niederlande: 1 Gulden = 100 Cents gl. M. Oesterreich - Ungarische Monarchie 1 Krone = 100 Heller .... 1 Gulden = 2 Kronen .... 8 Gulden Gold, 20 Francs . . 1 Dukaten, Gold Russland: 1 Rubel = 100 Kopeken Gold, Silber, Papier 1 Imperial = 10 Rubel Gold . V2 Imperial = 5 Rubel Gold . Serbien: 1 Dinar = 100 Para . . 20,40 1— 0,85 20,40 20,30 0,80 0,80 16,20 81,— 4,18 3,05 0,80 16,20 1,68 gl. M. gl. M. gl. M. gl. M. gl. M. gl. M. gl. M. 0,85 1,70 16,20 9,50 2,15 32,25 16,20 gl. M. 00,8Kalender für das Jahr 1915. c/3 5 — _ ° Q S : Q I . m -2" ^ i IL C/i 0 0 £ ~o~> -2 CO l-l O) c ÖJD cd cd <u 5 i 0 Q O) £ C O c n 3 10 17 24 31 6 7 8 13 14 15 20 21 22 27 28 29 13 4 5 10 11 12 17 18 19 14 15 16 21 22 23 24 25 26 28 2: 3 ! 4| 5 9 10 11 12 17:18 19 24 25 26 1 71 8 14 15 21 28 4 11 18 25 16 22 23 29'30 9 10 ;1617 Juni 4 11 18 23:24 25 26 27 3031 1 31 - — I 1 7! 8 14 15 16 21 22 23 28 29 30 6' 7 13|14 20'21 5 6 7 12 13 14 19 20121 22: 28 29 2 9 16 23! 30 6 13 20 27 6 13 20: 27 3 10: 17 24 1 15] 2 3 4 5 27 28 29 30 9,10 11 12 16'17 18 19 23 24 25 26 Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 4 5| 6 — 1 7 8 2 3 910 1112 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 25126 27?8 29 3 4 5 910 11 12 15 1617 1819 22 23 24 25 26 30 31j — -I- 1 6 i 7 8, 13,14 15 16 20 21 22 23 27 28 29 30 29 23 24 3031 I 6 7 13] 14 20'21 27 28 5 6! 7 12 13 14 18 19 2021 . 25 26 27 28 3 4 10 11 17 18 24 25 1 0 2 ü 0 15 y 16 22 23 29 30 5 6 12 3 4 8 9 1011 12 13 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 -H--I — - -I- 1 2l 3 4 5 6 7: 8 9'l0 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 '22 23 26 27 28 29 30 2425 31aaba-express" Berlin W, 57, Grossgörschenstr. 41 Tel : Lützow 3940.(fiir Kriegs teilnehmer) Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz
