Datencafé im Stabi Lab

Das Datencafé bietet Beratung und Ressourcen für alle, die sich mit den Methoden der digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften beschäftigen, eigene Projekte entwickeln oder sich für neue Tools aus dem Bereich der Digital Humanities interessieren. Keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei!

Wann: Jeden ersten Montag im Monat, 14-15 Uhr
Wo: Raum Oxford (04G01), Haus Unter den Linden


Nächste Input-Sessions:

5. Oktober 2026, 14-15 Uhr
Handschriftenbezogene Daten vernetzen und durchsuchen

Im Handschriftenportal werden sowohl Katalogisate als auch Referenzen auf Digitalisate von europäischen Buchhandschriften aus unterschiedlichen Einrichtungen an einer Stelle recherchierbar gemacht, was gerade angesichts der sehr heterogenen Datenlage eine große Herausforderung darstellt. In dieser Input-Session wird aufgezeigt, wie wir hierfür Normdaten und Linked Open Data-Technologien einsetzen.

2. November 2026, 14-15 Uhr
Personenarchive digital

Zahlreiche Personen- und Briefarchive dokumentieren vielfältigste Lebensläufe aus Geschichte und Gegenwart, Zeugnisse des Schaffens sowie des Privatlebens machen den Kosmos einer Person in ihrer Ganzheit erlebbar. Am Beispiel besonders beeindruckender Archive (Alexander von Humboldt, Brüder Grimm, Dietrich Bonhoeffer) werden Möglichkeiten der Recherche sowie digitale Angebote aufgezeigt, mit Ausblick auf Herausforderungen zukünftiger Sichtbarmachung (Leni Riefenstahl, Wolf Biermann).

7. Dezember 2026, 14-15 Uhr
Sprachunabhängiger Nachrichtenkosmos – KI-unterstützte Suche in Zeitungen

Wie kann Künstliche Intelligenz dabei helfen, die vielfältigen Zeitungssammlungen der Stabi besser zugänglich zu machen? Wir haben verschiedene KI-gestützte Ansätze erprobt und Modelle implementiert: Mit semantischer Suche lassen sich relevante Artikel nach ihrer Bedeutung finden, auch wenn sie nicht exakt die eingegebenen Suchbegriffe enthalten. Sprachübergreifende Suche und automatische Übersetzung ermöglichen es, auch Artikel in anderen Sprachen zu entdecken. Zusammenfassungen können unter Berücksichtigung urheberrechtlicher Vorgaben Einblicke in urheberrechtlich geschützte Materialien geben.

Was erwartet Sie im Datencafé

Die Möglichkeiten datengetriebener Forschung entwickeln sich rasant. Neben neuen Technologien und Tools verändern sich Sammlungspraktiken, Datenstandards und die Bereitstellung von Kulturdaten. Ob Seminarprojekt, Abschlussarbeit oder Forschungsprojekt, das Team des Stabi Labs berät Sie in Ihren Projekten:

  • Daten sammeln und aufbereiten
  • Daten analysieren and verstehen
  • Datenvisualisierung
  • Digitale Editionen
  • DH-Tools und Verfahren sinnvoll einsetzen
  • Datenethik und Datenstandards

Kurze Input-Sessions führen in Methoden und Werkzeuge zur Arbeit mit Kulturdaten ein. In ca. 30minütigen Sessions werden praktische Einblicke in aktuelle Entwicklungen in den Digital Humanities und der experimentellen Arbeit mit Daten gegeben. Im Anschluss können diese Verfahren und Werkzeuge vor Ort vertieft und deren Anwendung in eigenen Projekten ausprobiert werden.

Das Datencafé stellt verschiedene DH-Ressourcen bereit:

  • Fachzeitschriften und Literatur der Digital Humanities
  • Zugang zu Schnittstellen und kuratierten Datensets
  • Übersicht zu DH-Tools und Verfahren
  • Vor-Ort-Nutzung von Arbeitslaptops mit DH-Software (u.a. OxygenXMLEditor, Gephi, Python Anaconda, OpenRefine, R und R Studio)

Ausstattung Stabi Lab

Das Datencafé bieten einen offenen Raum für das Experimentieren mit den Kulturdaten der Staatsbibliothek. Hierfür stehen Plätze sowohl für die Einzel- sowie die Gruppenarbeit zur Verfügung.

Pinnwände, Whiteboards, ein Smartboard, ausleihbare Laptops und flexible Sitzmöglichkeiten stehen für das gemeinsame Arbeiten zur Verfügung.

Daten entdecken + Wissen schaffen

Ob Sie ein konkretes Projekt mitbringen, einfach nur reinschnuppern oder sich über aktuelle Entwicklungen in der digitalen Forschung informieren möchten: Das Datencafé im Stabi Lab ist offen für alle Interessierte.

Kontakt: lab@sbb.spk-berlin.de