Zeitschriftendatenbank

Einleitung

In der gemeinsam von Deutsche Nationalbibliothek (DNB) und Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) geführten Zeitschriftendatenbank (ZDB) finden Sie Nachweise periodisch erscheinender Literatur aller Sprachen, Länder und Zeiten wie Zeitschriften, Zeitungen, Datenbanken, Jahrbücher und so weiter in gedruckter und elektronischer Form. Ergänzt werden diese Informationen um die entsprechenden Besitznachweise von Bibliotheken aus Deutschland und Österreich.

In der aktuellen, in 2017 grundlegend überarbeiteten Suchoberfläche des ZDB-Katalogs finden Sie zahlreiche Funktionen, die Sie bei der Recherche unterstützen wie beispielsweise die Visualisierung von Titelrelationen, einen Zeitstrahl zur Titelhistorie, eine Bestandskarte sowie einen Bestandsvergleich.

Der ZDB-Katalog im Überblick

Auf Basis der zentral erfassten Daten bietet die ZDB unterschiedliche Schnittstellen und Datendienste an.

Schnittstellen

OAI-PMH

Das OAI Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH) ist ein XML-basiertes Protokoll für die Abfrage und Übertragung von Metadaten zwischen einem Datenanbieter und einem Serviceanbieter, der auf Basis der abgefragten Daten eigene Dienste zur Verfügung stellt.

Die ZDB bietet eine OAI-Schnittstelle, über die Titel- und Exemplardaten abgefragt werden können. Der Umfang der gelieferten Daten kann durch frei wählbare Zeitintervalle selbst bestimmt werden. Als Datenformate stehen MARC21 und OAI DC zur Verfügung.

Der Zugang zur OAI-Schnittstelle bedarf einer Anmeldung. Nähere Informationen zu OAI und der Anmeldung erfahren Sie auf der Webseite der DNB unter http://www.dnb.de/oai sowie beim DNB-Schnittstellen-Service unter  schnittstellen-service@dnb.de.

SRU

Search/Retrieve via URL (SRU) ist ein Protokoll, das der Abfrage (bibliographischer) Datenbanken mittels des HTTP-Protokolls dient und von der Library of Congress weiterentwickelt wird. SRU ersetzt langfristig auch für die ZDB die Nutzung des Z39.50 Protokolls und kommt damit den Ansprüchen einer modernen Webentwicklung entgegen.

SRU-Anfragen werden in der Common / Contextual Query Language (CQL) formuliert und per GET/POST an den SRU-Server gesendet. Die Antwort wird als XML zurückgeliefert.

SRU-Schnittstellen

Die ZDB bietet zwei SRU-Schnittstellen:

Datenbank Inhalt Base-URL Explain-Operation
ZDB-Katalog Titeldaten, Exemplardaten http://services.dnb.de/sru/zdb ZDB Explain-Operation
ZDB-Adressdatei/ ISIL- & Sigel-Verzeichnis Adressdaten, Sigel, ISIL http://services.dnb.de/sru/bib Sigelverzeichnis Explain-Operation

Beide Schnittstellen beruhen zurzeit noch auf der SRU-Version 1.1 und CQL: Version 1.1, Level 2.

Formate

Folgende Antwort-Formate sind verfügbar:

Format Formatbeschreibung Beispiel Erläuterung und Inhalt Schema
MARC21-xml Beschreibung des Formats MARC 21 Beispiel XML-Variante von MARC21
Titeldaten oder ISIL / Adresssdaten
MARCXML Schema
MARC21plus-1-xml Beschreibung des Formats MARC 21 für Lokaldaten Beispiel XML-Variante von MARC21 mit Titel- und Lokaldaten MARCXML Schema
oai_dc Beschreibung des Formats Dublin Core Beispiel Auswahl von Dublin-Core-Elementen
Titeldaten und ISIL / Adresssdaten
OAI Dublin Core Schema
PicaPlus-xml Formatbeschreibung ISIL / Adressdaten Beispiel XML Version von Pica Plus
ISIL / Adresssdaten
PicaPlus-XML Schema
RDF/XML RDF-Repräsentation bibliografischer Daten Beispiel RDF/XML Serialisierung von Titeldaten RDF/XML Syntax Specification

Linked Open Data

Die Zeitschriftendatenbank bietet Ihnen den Zugriff auf ihre Titeldaten als Linked Open Data.

Die Modellierung der Titeldaten basiert auf der Empfehlungen zur RDF-Repräsentation bibliografischer Daten der Gruppe Titeldaten der DINI-AG KIM (siehe hierzu Verwendete Vokabulare).

Abgebildet wird allerdings nur ein Teil der wichtigsten Daten jedes Titels. Der Umfang, der in RDF umgesetzten Felder wird mit der Zeit jedoch weiter ausgebaut. Der hier bereitgestellte Service stellt also nur einen Zwischenstand der sich in der Entwicklung befindlichen Datenmodellierung dar.

Service und Datenmodell

Grundlegend sind die Titeldaten im Resource Description Framework (RDF) kodiert. Als RDF-Serialisierung stehen die Daten als RDF/XML, Terse RDF Triple Language (Turtle) und JSON-LD zur Verfügung.

Der ZDB-Linked-Data-Service ist in Hinsicht auf die W3C Best Practices (Cool URIs for the Semantic Web) entwickelt worden und basiert auf URIs mit 303 Redirect und Content Negotiation.

Was URI Beispiele
Non Information Resource http://ld.zdb-services.de/resource/<ZDBID> http://ld.zdb-services.de/resource/204679-9 http://ld.zdb-services.de/resource/1060843-6
Information Resource http://ld.zdb-services.de/data/<ZDBID> http://ld.zdb-services.de/data/204679-9 http://ld.zdb-services.de/data/1060843-6
HTML http://ld.zdb-services.de/data/<ZDBID>.html http://ld.zdb-services.de/data/204679-9.html http://ld.zdb-services.de/data/1060843-6.html
RDF/XML http://ld.zdb-services.de/data/<ZDBID>.rdf http://ld.zdb-services.de/data/204679-9.rdf http://ld.zdb-services.de/data/1060843-6.rdf
Turtle http://ld.zdb-services.de/data/<ZDBID>.ttl http://ld.zdb-services.de/data/204679-9.ttl http://ld.zdb-services.de/data/1060843-6.ttl
JSON-LD http://ld.zdb-services.de/data/<ZDBID>.jsonld http://ld.zdb-services.de/data/204679-9.jsonld http://ld.zdb-services.de/data/1060843-6.jsonld

Mittels Content Negotiation versucht der ZDB-Linked-Data-Service die geeignete Repräsentation der Daten für den jeweiligen Client zu finden und gibt einen entsprechenden Content-Type zurück.

Verwendete Vokabulare

Die ZDB-Titeldaten sind nach der Empfehlungen zur RDF-Repräsentation bibliografischer Daten der AG KIM Gruppe Titeldaten DINI modelliert. Die aktuell verwendeten Vokabulare und Terme sind mit Hilfe von JSON-LD context objects beschrieben:

RDF-Dump

Die ZDB-Titeldaten werden als RDF Dump in den Serialisierungen RDF/XML, Turtle und JSON-LD zum Download auf der Downloadseite für offene Daten der Deutschen Nationalbibliothek bereitgestellt.

HDT

Die ZDB-Daten sind zusätzlich als HDT-Datei verfügbar. HDT (Header, Dictionary, Triples) ist eine kompaktes, binäres Serialisierungsformat für RDF, das große Datasets komprimiert, um Speicherplatz zu sparen. Dabei ist es möglich, direkt in einem komprimierten Datenbestand zu suchen. Dies macht es zu einem idealen Format für die Speicherung und Freigabe von RDF-Datasets im Web.

Änderungen und aktuelle Meldungen zu dem Linked Data Service werden über die Mailingliste der DNB bekannt gegeben: http://lists.dnb.de/mailman/listinfo/lds.

Lizenz- und Nutzungsbedingungen

Alle Titel- und ein Großteil der Exemplardaten stehen unter der Creative Commons Zero 1.0 Lizenz zur Verfügung. Bitte beachten Sie die Information zur Datenlizenzierung der ZDB.

Wir weisen darauf hin, dass unsere Einwilligung zur Nutzung der Schnittstellen grundsätzlich nur solange besteht, wie der Deutschen Nationalbibliothek als Host des Services keine Beeinträchtigungen daraus entstehen (Lastprobleme).

Ansprechpersonen

Für allgemeine Auskünfte steht Ihnen Hans-Jörg Lieder zur Verfügung. Bei Fragen zum ZDB-Linked-Data-Service und für Verbesserungsvorschläge wenden Sie sich bitte an Carsten Klee.

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